New York, 27 Juli 2026

Die US-Delegation hat am Montag im UN-Sicherheitsrat in New York den Sitzungssaal verlassen, als der französische UN-Botschafter Jérôme Bonnafont mit seiner Rede begann, nachdem am Freitag die Wiederwahl des UN-Menschenrechtskommissars Volker Türk an einem Veto gescheitert war.

Der Eklat ereignete sich während einer regulären Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Wie mehrere Quellen berichten, verließen die US-Vertreter unter Protest den Saal, als der französische UN-Botschafter Jérôme Bonnafont ans Mikrofon trat. Die US-Regierung sah darin eine Reaktion auf Äußerungen Frankreichs aus der Generalversammlung vom vorangegangenen Freitag.

Hintergrund: Wiederwahl des UN-Menschenrechtskommissars

Anlass war die Abstimmung über die vierjährige Verlängerung des Mandats von Volker Türk als UN-Menschenrechtskommissar. Die USA stimmten gemeinsam mit Nordkorea, Nicaragua und Russland gegen die Wiederwahl. Frankreich hatte darauf in Genf mit einer scharfen Erklärung reagiert und die US-Position angegriffen.