New York, 24 Juli 2026

Die UN-Generalversammlung hat am Freitag den österreichischen Juristen Volker Türk mit klarer Mehrheit für weitere vier Jahre als UN-Hochkommissar für Menschenrechte bestätigt, obwohl Russland, die USA und Israel vor der Abstimmung scharfe Kritik an ihm geübt hatten.

Abstimmungsergebnis und Gegenstimmen

Von den 193 Mitgliedstaaten der Generalversammlung stimmten 144 für die Verlängerung des Mandats bis Oktober 2030. Zehn Staaten votierten dagegen, 13 enthielten sich. Damit erhielt Türk einen deutlicheren Vertrauensbeweis als bei seinem ersten Anlauf im Jahr 2022, obschon die Gegenstimmen aus drei politisch schwergewichtigen Hauptstädten kamen.

Die Abstimmung war auf Antrag von UN-Generalsekretär António Guterres zustande gekommen, dessen eigenes Mandat im Dezember dieses Jahres endet. Guterres hatte vorgeschlagen, die Amtszeit des Hochkommissars um die volle statutengemäße Dauer von vier Jahren zu verlängern. Russland legte einen Gegenentwurf vor, der das Mandat nur bis Ende 2026 verlängert hätte – mit der Begründung, eine vierjährige Ernennung nehme dem künftigen Generalsekretär die Möglichkeit, diesen wichtigen Posten selbst zu besetzen. Dieser Gegenvorschlag fand keine Mehrheit.