Bei einer turnusmäßigen Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York hat ein österreichischer Diplomat den Sitzungssaal verlassen, nachdem es zu einem öffentlichen Wortgefecht mit einem Vertreter der US-Mission gekommen war.
Bei der Sitzung am 29. Juli 2026 wurde turnusgemäß über den mündlichen Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, debattiert. Die US-Mission äußerte dabei grundsätzliche Kritik an der Arbeitsweise des Hochkommissariats und warf ihm vor, die Lage in mehreren Konfliktregionen unzureichend darzustellen. Im Verlauf der Debatte kam es zu einem scharfen Wortwechsel zwischen den Vertretern der USA und Österreichs.
Der österreichische Diplomat verließ den Sicherheitsrat und kehrte auch nach einer kurzen Pause nicht in den Saal zurück. Damit reagierte Wien offenbar auf Äußerungen des US-Vertreters Dan Negrea, die Wien als unangemessen empfand. Mehrere andere Ratsmitglieder verfolgten den Vorfall mit sichtlicher Irritation.
