Kiew, 17 Juli 2026

Acht große ukrainische Medienhäuser haben am 17. Juli 2026 gemeinsam über Korruptionsvorwürfe im Umfeld des Chefs des ukrainischen Staatlichen Ermittlungsbüros (SBI) berichtet und damit ein zu Monatsbeginn verhängtes gerichtliches Veröffentlichungsverbot gebrochen.

Die beteiligten Redaktionen veröffentlichten die Rechercheergebnisse zeitgleich, nachdem ein Gericht Anfang Juli eine Veröffentlichung der Vorwürfe untersagt hatte. Zur Begründung hatte das Gericht angeführt, eine Veröffentlichung würde den Betroffenen, also SBI-Chef Oleksij Suchachow und beteiligten Unternehmen, einen nicht wiedergutzumachenden Schaden zufügen. Die Medien sahen darin jedoch einen unzulässigen Eingriff in die Pressefreiheit und entschieden sich, die Berichterstattung dennoch zu veröffentlichen.