Die ukrainische Regierung hat die russische Kinderserie „Mascha und der Bär" auf eine Sanktionsliste gesetzt, die das Ausstrahlen und die Verbreitung bestimmter Inhalte in der Ukraine einschränkt.
Die Entscheidung wurde am Donnerstag in Kiew bekannt. Die ukrainische Behörde für die Überwachung von Rundfunk und Telekommunikation begründete den Schritt mit dem Vorwurf, die Serie verbreite russische Propaganda und stelle den Krieg gegen die Ukraine in einem verzerrten Licht dar. Konkret soll die animierte Kindersendung Inhalte zeigen, die laut ukrainischer Lesart russische Narrative verherrlichen und Sympathien für den Aggressor erzeugen.
Nach ukrainischer Auffassung handelt es sich bei der populären Trickfilmserie nicht um harmlose Unterhaltung, sondern um ein gezieltes Propagandainstrument im Informationskrieg. Die Sendung sei in dutzenden Ländern ausgestrahlt worden, darunter auch in Estland, wo sie zeitweise für Aufsehen gesorgt habe. In mehreren osteuropäischen Staaten war die Serie zuvor bereits aus dem Programm genommen oder in der öffentlichen Debatte kritisiert worden.
