Ein 39-jähriger, in der Slowakei geborener früherer Mitarbeiter des Babynahrungsherstellers Hipp bleibt wegen des Verdachts auf Erpressung, schwere Körperverletzung und Urkundenfälschung bis zum 14. September in Untersuchungshaft.
Wie ein Sprecher des Landesgerichts Eisenstadt am Dienstag auf APA-Anfrage mitteilte, bestehe weiterhin ein dringender Tatverdacht wegen Erpressung, schwerer Körperverletzung und Urkundenfälschung. Die Entscheidung über die Verlängerung sei bereits am Montag gefallen, obwohl das Gericht eigentlich bis zum 17. August Zeit gehabt hätte.
Der Grund für die vorgezogene Entscheidung: Der Verteidiger des 39-Jährigen hatte einen Antrag auf Haftentlassung gestellt. Das Gericht verlängerte die U-Haut daraufhin wegen Fluchtgefahr und der Gefahr weiterer Straftaten. Der Beschuldigte bestreitet, mit der Tat etwas zu tun zu haben.
Hintergrund der Vorwürfe
Dem Mann wird vorgeworfen, insgesamt sechs Gläser Babynahrung von Hipp – je zwei in Österreich, Tschechien und der Slowakei – mit Rattengift manipuliert zu haben. In einem im Burgenland sichergestellten Glas waren 15 Mikrogramm Rattengift enthalten. Ein zweites Glas, das in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft worden sein soll, wurde bisher nicht gefunden.
