Der 39-jährige Verdächtige im Erpressungsfall gegen den deutschen Babykost-Hersteller Hipp bleibt in Untersuchungshaft. Das Landesgericht Eisenstadt verlängerte die Haft bis zum 19. Juni, da Flucht-, Verdunkelungs- und Wiederholungsgefahr bestehen.
Vorwürfe und Ermittlungen
Der Mann steht unter dringendem Tatverdacht des versuchten schweren Erpressungsdelikts, der versuchten schweren Körperverletzung sowie der Urkundenfälschung. Laut Gerichtsangaben gestand er, gefälschte Gehaltsabrechnungen für einen Kredit verwendet zu haben.
In dem manipulierten Hipp-Glas wurde Rattengift gefunden, das zwar nicht lebensbedrohlich ist, aber gesundheitliche Schäden verursachen kann. Ob das im Wohnsitz des Verdächtigen sichergestellte Rattengift mit dem im Hipp-Glas identisch ist, muss noch geklärt werden. Der Verdächtige erklärte den Besitz des Rattengifts damit, dass er "viele Mäuse im Garten" habe.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und erfolgen in Abstimmung mit den Behörden in Österreich, der Slowakei und Tschechien. Auch in Tschechien wurden vergiftete Babygläser sichergestellt.

