Kathrin Sevecke, Primaria und Abteilungsvorständin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Landeskrankenhaus Hall in Tirol, hat sich in einem APA-Gespräch gegen Pläne gewandt, Kinder und Jugendliche früher als bisher in Haft zu nehmen.
Fachliche Kritik an früher Haft
Sevecke erklärte, aus ihrer klinischen Erfahrung gebe es keine Grundlage, strafunmündige junge Menschen frühzeitig einzusperren. „Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass es Sinn macht, die Kids früher im Gefängnis einzusperren. Im Gegenteil, das hat ganz klar negative Effekte", sagte sie laut APA-Gespräch.
Die Primaria betonte, dass eine „gefängnisähnliche Unterbringung" junger Menschen die ohnehin bestehenden psychischen Belastungen verschärfe. Stattdessen brauche es therapeutische Angebote, die auf die jeweilige Lebenssituation der Betroffenen zugeschnitten seien.
