Bundesinnenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat am Mittwoch in Wien angekündigt, die Unterbringung und Betreuung von Kindern mit islamistisch-extremistischem Hintergrund deutlich zu verschärfen und dafür Modelle einer intensivierten, in Einzelfällen „gefängnisähnlichen“ Betreuung voranzutreiben.
Ankündigung im Innenministerium
Karner sprach am Mittwoch in Wien von einer neuen Qualität der Bedrohungslage, die ein entschlossenes Handeln erfordere. Die Pläne sehen vor, betroffene Kinder und Jugendliche künftig in spezialisierten Einrichtungen unterzubringen, die räumlich, personell und konzeptionell deutlich stärker abgeschirmt werden sollen als bisher. In besonders gelagerten Einzelfällen schloss der Minister eine Unterbringung mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen nicht aus, die Kritiker als „gefängnisähnlich“ beschreiben.
