Stauwelle zum Ferienstart und Donauinselfest: ARBÖ und ÖAMTC warnen vor Stau-Chaos in Ostösterreich
Wien, 02 Juli 2026
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Kurzfassung
Mit dem Ferienbeginn in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sowie dem Donauinselfest rechnen ARBÖ und ÖAMTC am Wochenende mit massiven Staus auf den österreichischen Autobahnen. Besonders die Nord-Süd-Verbindungen, die Brennerroute und der Großraum Wien gelten als stark belastet.
Wien, 02 Juli 2026
Zum Ferienstart in Ostösterreich und gleichzeitig stattfindenden Donauinselfest warnen ARBÖ und ÖAMTC am Wochenende vor erheblichen Verkehrsbehinderungen auf den Autobahnen rund um Wien sowie auf den Transitstrecken Richtung Süden.
Der ARBÖ rechnet laut eigenen Angaben speziell am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen in Ostösterreich. Grund ist zum einen das Ende des Schuljahres: Rund 500.000 Schülerinnen und Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland haben am Freitag ihren letzten Schultag. Viele Familien starten unmittelbar danach in den Urlaub, was die Straßen Richtung Süden, Westen und in die Seenregionen zusätzlich belastet. Die übrigen Bundesländer beginnen erst eine Woche später mit den Sommerferien.
Donauinselfest und Ferienstart verstärken den Verkehr
Parallel zum Ferienbeginn findet von 3. bis 5. Juli das Wiener Donauinselfest statt, das Millionen von Besucherinnen und Besuchern anzieht. Da die Donauinsel autofrei ist, gestaltet sich die Parkplatzsuche im Umfeld schwierig. Der ARBÖ empfiehlt daher, in der Nähe einer U-Bahn-Station oder einer Park-and-Ride-Anlage zu parken und für den restlichen Weg öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Im Großraum Wien gelten laut ARBÖ die Südosttangente (A23) sowie die Ost Autobahn (A4) zwischen dem Knoten Prater und Schwechat als bekannte Staupunkte. Auch der Verkehr aus den Stadtgebieten heraus werde in den Stoßzeiten kaum fließen können, heißt es. Die klassischen Nord-Süd-Verbindungen in Österreich sind nach Angaben des ÖAMTC ohnehin überlastet, weil zahlreiche deutsche Urlauberinnen und Urlauber auf dem Weg in den Süden durch Österreich transitieren.
Transitstrecken Richtung Süden stark belastet
Besonders betroffen sind die Tauern Autobahn (A10) und die Karawanken Autobahn (A11) in Salzburg und Kärnten. In Oberösterreich und der Steiermark brauchen Lenkerinnen und Lenker laut ARBÖ Geduld auf der Pyhrn Autobahn (A9): Stehzeiten vor den Mautstellen Bosruck und Gleinalm, den Tunnelketten Klaus und Lainberg sowie im Baustellenbereich beim Gratkorntunnel Nord seien kaum zu vermeiden.
Auch die Brennerstrecke steht unter Druck: Die Brennerautobahn (A13) droht laut ADAC "im gesamten Verlauf" überlastet zu werden, spezielle Staupunkte werden die Mautstelle Schönberg sowie die Baustelle rund um die Luegbrücke sein. Darüber hinaus besteht Staugefahr auf der Fernpass Straße (B 179) sowie am Grenzübergang Spielfeld.
Tiroler Fahrverbote für Transitverkehr
In Tirol gelten bereits seit Mai Fahrverbote an Wochenenden und Feiertagen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst, Kufstein und Reutte, um den Ausweichverkehr auf Landesstraßen zu unterbinden. Die Verbote gelten noch bis einschließlich 1. November und werden von der Polizei kontrolliert. Ausgenommen sind Anrainerinnen und Anrainer sowie Ziel- und Quellverkehr – also Personen, die direkt in diesen Bezirken Urlaub machen, wofür eine Reservierungsbestätigung erforderlich ist.
Auf deutscher Seite beginnen am Wochenende in sechs Bundesländern die Sommerferien: Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Hamburg, Brandenburg und Berlin starten bereits am Donnerstag, den 9. Juli. Hessen, das Saarland und Rheinland-Pfalz sind seit dem 29. Juni in den Ferien, aus diesen drei Ländern erwartet der ADAC eine zweite Reisewelle Richtung Süden.
Stauwelle auch in Deutschland
Der ADAC warnt vor einer erhöhten Staugefahr auf Deutschlands Autobahnen und führt insgesamt 28 besonders belastete Strecken an. Dazu zählen unter anderem die A1 von Köln bis Fehmarn, die A7 von Füssen bis Flensburg, der Berliner Ring (A10 bis A12), die A95 im Süden zwischen München und Garmisch-Partenkirchen, der Autobahnring München (A99) sowie die A4 und die A9 in Sachsen.
Wegen Hitzeschäden vom vergangenen Wochenende ist die A10 in Brandenburg zwischen den Anschlussstellen Potsdam-Nord und Spandau am Wochenende voll gesperrt. Dabei heizt sich der Beton so sehr auf, dass er sich ausdehnt und schließlich aufplatzt. Auch die A2 und die A14 in Sachsen-Anhalt waren betroffen, dort sollte der Verkehr laut Autobahn GmbH des Bundes am Donnerstag wieder rollen. Auf der A2 ist zudem das Kamener Kreuz in Fahrtrichtung Hannover gesperrt.
Tipps und Neuerungen für Reisende
Der ADAC empfiehlt Reisenden, den Montag und Dienstag außerhalb des Berufsverkehrs als entspannte Reisetage zu nutzen sowie die Mittagshitze zu meiden und frühmorgens oder abends loszufahren. Laut ADAC gilt: "Ohne Stauaufkommen kommt niemand mehr durch." Eine besonders hohe Staugefahr erwartet der Club am Freitagnachmittag sowie am Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Aktuell gibt es den Angaben zufolge rund 1.000 Baustellen auf Deutschlands Autobahnen.
Auf der italienischen Seite ist der Nassfeldpass bis voraussichtlich 7. Juli gesperrt, was zusätzlichen Verkehr auf andere Routen verlagert. Flugreisende profitieren unterdessen von einer Neuerung: Am Flughafen Wien-Schwechat gehen am Freitag, 3. Juli, neue C3-Sicherheitskontrollen in den Vollbetrieb, wodurch elektronische Geräte wie Handys oder Notebooks im Handgepäck bleiben dürfen und Flaschen bis zu zwei Liter wieder mitgenommen werden können. Die EU hat diese Regel heuer gekippt: Flaschen mit bis zu zwei Litern Füllmenge dürfen wieder mitgenommen werden, allerdings nur auf jenen Flughäfen, die über moderne C3-Scanner verfügen.
Fragen & Antworten
Warum erwartet der ARBÖ Staus in Ostösterreich?
Der ARBÖ warnt vor erhöhtem Verkehrsaufkommen am Freitagnachmittag und Samstagvormittag wegen des Ferienbeginns in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sowie wegen des gleichzeitig stattfindenden Donauinselfests, das Millionen Besucher anzieht.
Welche Autobahnen in Österreich gelten als besonders staugefährdet?
Laut ÖAMTC und ADAC zählen die Tauern Autobahn (A10), die Karawanken Autobahn (A11), die Pyhrn Autobahn (A9), die Brennerautobahn (A13) sowie die Südosttangente (A23) und die Ostautobahn (A4) im Großraum Wien zu den am stärksten belasteten Strecken.
Welche Maßnahmen gelten in Tirol gegen Ausweichverkehr?
An Wochenenden und Feiertagen bestehen bis einschließlich 1. November Fahrverbote in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst, Kufstein und Reutte, die von der Polizei kontrolliert werden. Ausgenommen sind Anrainerinnen und Anrainer sowie Urlaubsgäste mit Reservierungsbestätigung.
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