Die steirische SPÖ hat am Montagabend den Vorstand ihrer Grazer Stadtpartei einstimmig und mit sofortiger Wirkung aufgelöst, nachdem die Partei bei der Gemeinderatswahl am 28. Juni mit Spitzenkandidatin Doris Kampus nur noch 5,6 Prozent der Stimmen erreicht hatte.

Bei einem Landesparteivorstand ist Montagabend der SPÖ-Vorstand der Stadtpartei einstimmig mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden. Damit zieht die steirische Sozialdemokratie wenige Tage nach dem Wahldebakel die organisatorischen Konsequenzen. Landesparteichef Max Lercher sprach von einem Schlussstrich nach dem "Wahldebakel" bei der Grazer Gemeinderatswahl Ende Juni.

Die SPÖ hatte mit Spitzenkandidatin Doris Kampus bei der Gemeinderatswahl am 28. Juni in Graz nur noch 5,6 Prozent der Stimmen erhalten. Es ist ein historischer Tiefstand bei der einst stolzen Bürgermeisterpartei unter Alfred Stingl. Kampus hatte bereits am Tag nach der Wahl den Stadtparteivorsitz zurückgelegt.