Ein Snowboarder ist am 9. April 2026 bei einem Lawinenabgang im Tiroler Skigebiet Kühtai ums Leben gekommen.

Lawinenunglück im Finstertal-Stausee-Gebiet

Der Lawinenabgang ereignete sich in der Nähe des Finstertal-Stausees im Bezirk Imst. Die Alpinpolizei bestätigte, dass der Snowboarder keine Überlebenschance hatte, da er nicht mit der notwendigen Notfallausrüstung ausgestattet war. Laut den Ermittlungen trugen weder der Verunglückte noch seine Begleiter Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) oder andere Sicherheitsausrüstung.

Die Rettungskräfte wurden um 5:19 Uhr alarmiert, konnten jedoch nur noch den Tod des Snowboarders feststellen. Das Gebiet rund um den Finstertal-Stausee ist bekannt für seine unberührten Schneehänge, die besonders bei Freeridern beliebt sind. Dennoch gilt die Region aufgrund der steilen Hänge und der häufigen Lawinengefahr als risikoreich.

Fehlende Sicherheitsausrüstung als fatales Versäumnis

Die Alpinpolizei betonte in einer Stellungnahme, dass der Verzicht auf Notfallausrüstung im freien Gelände lebensgefährlich sei. "Die Snowboarder waren nicht mit der notwendigen Ausrüstung ausgestattet", hieß es in der offiziellen Mitteilung. Dies habe die Rettungsarbeiten erschwert und die Überlebenschancen des Verunglückten minimiert.

Experten weisen seit Jahren darauf hin, dass selbst erfahrene Wintersportler im freien Gelände grundsätzlich ein LVS-Gerät, eine Lawinensonde und eine Schaufel bei sich tragen sollten. Zudem empfehlen sie die Nutzung von Lawinenairbags, die im Ernstfall die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich erhöhen können. Im aktuellen Fall fehlten jedoch alle diese Sicherheitsvorkehrungen.