Johan Eliasch, der amtierende Präsident des Internationalen Ski-Verbands (FIS), hat sich für seine geplante Wiederwahl von Georgien nominieren lassen. Dies geht aus den Statuten der FIS hervor, nach denen Kandidaten mindestens 60 Tage vor der Wahl einen gültigen Pass des nominierenden Mitgliedsverbands besitzen müssen.

Nominierung durch georgischen Verband

Der georgische Skiverband hat Eliasch als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl der FIS vorgeschlagen. Über die Gründe für diese Entscheidung wurde seitens des Verbands jedoch keine Stellungnahme abgegeben. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass Eliasch möglicherweise einen armenischen Pass beantragen würde, um die Voraussetzungen für eine Kandidatur zu erfüllen.

Die FIS wird ihren Mitgliedsverbänden am 20. Mai eine Liste der zugelassenen Kandidaten vorlegen, nachdem ein internationales Gremium die Nominierungen überprüft hat. Die eigentliche Wahl findet am 11. Juni in Belgrad, Serbien, statt.

Kontroverse um Eliaschs Präsidentschaft

Eliasch übernahm das Amt des FIS-Präsidenten im Jahr 2021 als Nachfolger von Gian-Franco Kasper. Seine Wiederwahl im Jahr 2022 war jedoch von Kontroversen überschattet. Der Deutsche Skiverband bezeichnete das Verfahren damals als Farce, da die Mitglieder nur für Eliasch stimmen oder sich enthalten konnten – eine Option, gegen ihn zu votieren, gab es nicht.

Neben Eliasch bewerben sich mehrere weitere Kandidaten um das Präsidentenamt. Dazu gehören Alexander Ospelt aus Liechtenstein, Anna Harboe Falkenberg aus Dänemark, Dexter Paine aus den USA und Victoria Gosling aus Großbritannien. Die Wahl wird damit erstmals seit Jahren wieder einen echten Wettbewerb um die Spitzenposition im internationalen Skisport darstellen.