Budapest, 1. April 2026
56 Abgeordnete des EU-Parlaments haben gefordert, eine Dolmetscherin wegen ihrer früheren Tätigkeit für die russische Regierung aus der OSZE-Wahlbeobachtermission in Ungarn abzuziehen.
Die Parlamentarier begründeten ihre Forderung mit mutmaßlichen weiterhin bestehenden Verbindungen der Frau zum russischen Staat. Die OSZE betonte hingegen, ihre Mitarbeiter seien zu Vertraulichkeit und Objektivität verpflichtet.
Die Organisation hat über 100 Wahlbeobachter aus verschiedenen Ländern nach Ungarn entsandt, um die anstehende Parlamentswahl zu überwachen. Die Mission steht unter der Leitung von Boris Mijatovic.
Hintergrund der Kontroverse sind die engen Beziehungen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die OSZE wies die Vorwürfe gegen die Mitarbeiterin zurück und bekräftigte ihre Neutralität.

