Skitourengeher (40) nach Lawinenabgang in den Schladminger Tauern tödlich verunglückt Schladminger Tauern, 4. April 2026 Ein 40-jähriger Skitourengeher ist am Freitag nach einem Lawinenabgang in den Schladminger Tauern ums Leben gekommen. Der Mann wurde am Abend des 4. April unter einer rund 2,5 Meter dicken Schneeschicht auf der Plattenspitze in 2.294 Metern Höhe geborgen. Die Rettungskräfte lokalisierten ihn mithilfe des RECCO-Systems, das Reflektoren in Kleidung oder Ausrüstung erkennt. Etwa 15 Bergretter waren am Freitagabend im Einsatz, mussten die Suche jedoch wegen einbrechender Dunkelheit vorübergehend einstellen. Der Skifahrer hatte zwar eine Lawinenairbag ausgelöst, führte jedoch kein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) mit sich. Der Lawinenlagebericht hatte für die Region oberhalb von 2.000 Metern eine "mäßige" Gefahrenstufe (Stufe 2) ausgewiesen. Zudem warnte er vor schwer erkennbaren Schneeverwehungen, die bereits durch geringe Zusatzbelastungen ausgelöst werden könnten. Die Schladminger Tauern, die zu den Salzburger Gebirgsgruppen zählen, sind ein beliebtes Gebiet für Skitourengeher. Der genaue Hergang des Unglücks wird noch untersucht. Die Plattenspitze liegt im Grenzgebiet zwischen dem Salzburger Lungau und dem Pongau. Lawinenunfälle in der Region sind selten, jedoch nicht ausgeschlossen, insbesondere bei schwierigen Schneeverhältnissen.