Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat vor übertriebener Panikmache angesichts möglicher Engpässe bei Kerosin gewarnt.
Reiche warnt vor Alarmismus
Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft, betonte die Notwendigkeit einer sachlichen Debatte über die Versorgungslage mit Kerosin. "Alarmismus bei Kerosin hilft nicht", sagte Reiche wörtlich. Sie verwies darauf, dass die aktuelle Lage zwar angespannt sei, aber keine unmittelbare Krise darstelle.
Die Internationale Energieagentur hatte zuvor vor möglichen Engpässen bei Kerosin gewarnt. Reiche betonte jedoch, dass Deutschland über ausreichende Reserven verfüge, um kurzfristige Engpässe zu überbrücken.
Klingbeil fordert Maßnahmen
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil forderte hingegen konkrete Schritte, um die Situation zu entschärfen. "Wir müssen die Warnungen vor Kerosinknappheit sehr ernst nehmen", erklärte Klingbeil. Er sprach sich für eine verstärkte Zusammenarbeit mit internationalen Partnern aus, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Laut dem Erdölbevorratungsverband lagern derzeit etwa 1,1 Millionen Tonnen Kerosin in deutschen Speichern. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf für mehrere Wochen zu decken. Dennoch sieht Klingbeil Handlungsbedarf, um langfristige Engpässe zu vermeiden.
Internationale Prognosen
Die Internationale Energieagentur hatte in einem Bericht auf die globalen Herausforderungen bei der Kerosinversorgung hingewiesen. Die gestiegene Nachfrage nach Flugtreibstoff, kombiniert mit Lieferengpässen, könnte zu regionalen Knappheiten führen.

