Deutsche Wirtschaft wächst trotz Iran-Krieg
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 trotz der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die globale Wirtschaft um 0,3 Prozent gewachsen.
Wachstum übertrifft Erwartungen
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands stieg im ersten Quartal 2026 um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Dieses Wachstum liegt über den Prognosen von Ökonomen, die von Reuters befragt wurden und lediglich einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet hatten.
Die positive Entwicklung erfolgte trotz der negativen Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die globale Wirtschaft, insbesondere auf die Energieversorgung. Im vierten Quartal 2025 hatte das Wachstum noch bei 0,2 Prozent gelegen, was leicht unter den zuvor berichteten 0,3 Prozent lag.
Konsum und Exporte steigen
Sowohl die privaten als auch die öffentlichen Konsumausgaben verzeichneten im ersten Quartal 2026 einen Anstieg im Vergleich zum Vorquartal. Dies deutet auf eine stabile Inlandsnachfrage hin, die das Wirtschaftswachstum unterstützte.
Zudem stiegen die Exporte in den ersten drei Monaten des Jahres, wie vorläufige Daten des Statistischen Bundesamts zeigen. Die Steigerung der Ausfuhren unterstreicht die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft trotz globaler Spannungen.
Die Ökonomin Dany-Knedlik wies jedoch auf strukturelle Schwächen hin: "gibt natürlich die Effekte des Iran-Kriegs", sagte sie und bezog sich damit auf die Herausforderungen, die der Konflikt für die Wirtschaft darstellt.

