Der Luftverkehrsverband in Berlin warnt vor möglichen Flugausfällen in Europa und Deutschland aufgrund von Engpässen in der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormuz.

Hintergrund der Krise

Ein erheblicher Teil der Kerosinimporte stammt aus dem Nahen Osten, wo zahlreiche Ölanlagen durch Konflikte beschädigt wurden. Die Situation hat sich bereits auf asiatische Flughäfen ausgewirkt, die seit Wochen keine zusätzlichen Flüge mehr annehmen. Die Dauer des Iran-Krieges wird die Versorgungslage in Europa maßgeblich beeinflussen.

Selbst bei einem baldigen Ende des Krieges wird sich die Lage auf den Energiemärkten nur langsam entspannen. Die Preise für Kerosin haben sich seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt, was die Kosten für Fluggesellschaften und letztlich auch für Passagiere in die Höhe treibt.

Reaktionen der Airlines

Fluggesellschaften prüfen derzeit ihre Verbindungen und erstellen Krisenszenarien. Bislang sind jedoch noch keine konkreten Streichungen von Urlaubsflügen bekannt. Gabriel Felbermayr, CEO des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo, erwartet deutlich höhere Kosten für Flugreisende.

"Die steigenden Preise werden zu einer Nachfragesenkung und möglicherweise zu weniger Flugverbindungen führen", so Felbermayr. Die Airlines stehen vor der Herausforderung, ihre Kapazitäten an die knapper werdenden Ressourcen anzupassen, ohne den Betrieb vollständig einzuschränken.