Ein umfassender Streik hat am Donnerstag sämtliche Abflüge der Lufthansa von den Flughäfen Frankfurt und München sowie ihrer Regionaltochter Cityline aus mehreren deutschen Airports gestoppt.
## Streikauswirkungen auf Drehkreuze Der Arbeitskampf trifft zwei der wichtigsten Drehkreuze der Deutschen Lufthansa: Frankfurt am Main und München. In beiden Städten wurden alle Abflüge des Konzerns gestrichen, wie mehrere Quellen bestätigten. Besonders betroffen ist das Terminal 2 in München, das maßgeblich von Lufthansa und ihren Partnern genutzt wird.
Auch die Regionalflüge der Tochtergesellschaft Cityline wurden landesweit eingestellt. Dies betrifft Verbindungen von mehreren kleineren Flughäfen in Deutschland, die als Zubringer für die Langstreckenflüge des Konzerns dienen. Die genaue Zahl der ausgefallenen Flüge wurde nicht genannt, doch allein an den beiden Großflughäfen dürften Hunderte Starts betroffen sein.
## Beteiligte Gewerkschaften und Hintergründe Verantwortlich für die Streikwelle ist die Flugbegleitergewerkschaft UFO, die bereits in der Vergangenheit mehrfach Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa organisiert hatte. Der Zeitpunkt fällt mit einem Jubiläum des Unternehmens zusammen, was die Symbolkraft des Protests verstärkt.
Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für das Kabinenpersonal. Konkrete Verhandlungen zwischen UFO und der Lufthansa-Führung waren zuletzt ins Stocken geraten. Der Streik am Donnerstag gilt als Eskalationsstufe in dem seit Monaten schwelenden Konflikt.
Passagiere wurden aufgefordert, sich vor Reiseantritt über den Status ihrer Flüge zu informieren. Die Lufthansa verwies auf Umbuchungsmöglichkeiten, doch angesichts der flächendeckenden Ausfälle dürften Alternativen begrenzt sein. Besonders betroffen sind Geschäftsreisende und Urlauber, die auf die Drehkreuze in Frankfurt und München angewiesen sind.
## Reaktionen und nächste Schritte Die Flughafenbetreiber in Frankfurt und München richteten Krisenstäbe ein, um die Auswirkungen des Streiks zu bewältigen. Am Terminal 2 in München kam es zu langen Warteschlangen, da viele Passagiere erst am Abflugtag von den Streichungen erfuhren.
Die Lufthansa kündigte an, sich um Ersatzlösungen für gestrandete Reisende zu bemühen. Wann der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, bleibt unklar. Dies hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Verhandlungen zwischen UFO und der Unternehmensführung ab.
Der VC, ein weiterer Gewerkschaftsverband im Luftfahrtsektor, solidarisierte sich indirekt mit den Forderungen der Streikenden. Eine Ausweitung der Arbeitsniederlegungen auf weitere Bereiche des Konzerns wurde jedoch nicht bestätigt.
Für die kommenden Tage sind weitere Gespräche zwischen den Tarifparteien angekündigt. Bis dahin bleibt die Lage an den betroffenen Flughäfen angespannt. Reisenden wird geraten, flexibel zu bleiben und alternative Transportoptionen in Betracht zu ziehen.

