Lufthansa warnt vor Engpässen bei Kerosinversorgung durch Konflikt im Nahen Osten Frankfurt am Main, 4. April 2026 Die Lufthansa-Gruppe sieht sich aufgrund des anhaltenden Krieges im Nahen Osten mit potenziellen Engpässen bei der Kerosinversorgung konfrontiert. Aktuelle Herausforderungen Die Verfügbarkeit von Flugkraftstoff wird zunehmend zu einem Problem, insbesondere an einigen asiatischen Flughäfen. "Die Frage der Verfügbarkeit von Flugkraftstoff ist an einigen asiatischen Flughäfen bereits jetzt schwierig", heißt es in einer Stellungnahme der Lufthansa. Die Lieferengpässe führen bereits zu erheblichen Preissteigerungen, die in einigen Fällen mehr als 100 Prozent betragen. Grazia Vittadini, Vorständin der Lufthansa, betonte die Auswirkungen der aktuellen Situation auf den Flugbetrieb. Die Straße von Hormus, eine kritische Handelsroute für Öllieferungen, spielt dabei eine zentrale Rolle. Durch die unsichere Lage in der Region verschärft sich die Situation für Fluggesellschaften weltweit. Absicherung gegen Preisanstiege Trotz der dramatischen Entwicklungen hat die Lufthansa-Gruppe Vorkehrungen getroffen, um sich gegen die Folgen der steigenden Ölpreise abzusichern. "Für unsere Passagier-Airlines wird der Ölpreisanstieg durch eine Absicherungsquote von 80 Prozent des Treibstoffbedarfs im laufenden Jahr noch weitgehend abgepuffert", erklärte Vittadini. Diese Maßnahme soll die finanziellen Auswirkungen auf den Konzern begrenzen. Die aktuellen Kerosinpreise stellen jedoch eine erhebliche Belastung für die Branche dar. Die Lufthansa ist nicht die einzige Airline, die mit den Folgen der Lieferengpässe zu kämpfen hat. Andere internationale Fluggesellschaften berichten ähnliche Herausforderungen, insbesondere in Regionen, die stark von Importen abhängig sind. Die APA bestätigte die Angaben der Lufthansa und verwies auf die globalen Auswirkungen der Krise. Die Straße von Hormuz bleibt ein neuralgischer Punkt für die Versorgung mit Flugkraftstoff, und weitere Preissteigerungen sind nicht ausgeschlossen. Die Lufthansa-Gruppe beobachtet die Entwicklungen genau und bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, könnten auch Flugpläne angepasst werden müssen. Der Konzern betont jedoch, dass die Sicherheit der Passagiere und die betriebliche Stabilität oberste Priorität haben. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um abzuschätzen, wie nachhaltig die aktuellen Engpässe sind und welche langfristigen Maßnahmen erforderlich sein werden. Die Lufthansa bleibt in engem Austausch mit Lieferanten und Behörden, um die Versorgung sicherzustellen.