Wien, 02 Oktober 2026

Die österreichischen Regierungsparteien haben am Donnerstag ihre Pläne für ein bundesweites Wasserentnahmeregister konkretisiert und damit eine seit Monaten laufende Debatte über die Überwachung der Grundwassernutzung vorangetrieben.

Ein Wasserentnahmeregister soll künftig erfassen, wer in Österreich wie viel Grundwasser entnimmt. Die Regierungsparteien stellten am Donnerstag entsprechende Eckpunkte vor, die in den kommenden Wochen in Gesetzesform gegossen werden sollen. Im Zentrum steht eine zentrale Datenbank, die alle relevanten Entnahmen registriert und Behörden einen besseren Überblick ermöglichen soll.

Hintergrund der Initiative ist eine angespannte Lage bei den Grundwasservorräten. NEOS-Abgeordneter Michael Bernhard verwies auf alarmierende Messwerte: Erstmals in der Messgeschichte hätten "90 Prozent der Gemeinden einen niedrigen oder sehr niedrigen Grundwasserstand" verzeichnet, sagte er. Diese Entwicklung habe den Druck auf die Politik erhöht, endlich ein verlässliches Instrument zur Steuerung der Wassernutzung zu schaffen.