Der österreichische Ministerrat kommt am Montag ausnahmsweise in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim bei Salzburg zusammen, um über die Reform des Wehrdienstes zu beraten.
Die Sitzung findet damit nicht wie üblich im Bundeskanzleramt in Wien statt, sondern rund 300 Kilometer westlich in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim. Damit rückt die Wehrdienst-Reform symbolisch in die Nähe des Bundesheeres, das als Hauptbetroffener der anstehenden Änderungen gilt.
Zentrale Streitfrage: Dauer des Grundwehrdienstes
Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie der Grundwehrdienst künftig ausgestaltet werden soll. Die Wehrdienst-Expertenkommission empfiehlt die sogenannte "Österreich plus"-Variante mit acht Monaten Grundwehrdienst und zwei Monaten verpflichtenden Milizübungen. ÖVP und Neos halten laut Berichten weiterhin an "8+2" als bevorzugter Formel fest, um die Verteidigungskraft des Bundesheeres am besten wiederherstellen zu können.
