Der Rechnungshof hat Vorschläge zur Entbürokratisierung und Deregulierung seiner eigenen Prozesse an Staatssekretär Josef Schellhorn übermittelt.
Vorschläge zur Vereinfachung der Datenerhebung
Der Rechnungshof ist derzeit verpflichtet, alle zwei Jahre die Durchschnittseinkommen aller Bundesunternehmen und -institutionen unter seiner Kontrolle zu erheben, einschließlich aller sozialen und materiellen Leistungen. Diese Daten müssen dem Nationalrat vorgelegt werden. Im Jahr 2025 wurden für diese Erhebung insgesamt 943 Arbeitstage aufgewendet.
Um den Aufwand zu reduzieren, schlägt der Rechnungshof vor, bereits vorhandene Daten des Finanzministeriums zu Steuern und Sozialversicherung für die Einkommenserfassung zu nutzen. Dies würde nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Genauigkeit der Daten erhöhen, da sie direkt aus offiziellen Quellen stammen.
Reform des Meldungssystems und der Gehaltspyramide
Ein weiterer Schwerpunkt der Vorschläge betrifft das Meldungssystem für rechtliche Transaktionen mit Unternehmen, die politischen Parteien angehören. Die letzte Erhebung dieser Art fand im Herbst 2025 statt und umfasste rund 5.800 juristische Personen. Von diesen meldeten etwa 95 Prozent eine Nullmeldung, was auf einen geringen Nutzen des aktuellen Systems hindeutet.
Zudem setzt sich der Rechnungshof für eine Reform der Gehaltspyramide für öffentliche Bedienstete ein. Die genauen Details dieser Reform wurden noch nicht veröffentlicht, aber das Ziel ist eine effizientere und transparentere Gestaltung der Vergütungsstrukturen.

