Der geplante Raketenstart einer Bremer OHB-Mission von einer schwimmenden Plattform in der Nordsee verzögert sich abermals, weil nach Konzernangaben Unterlagen von Behörden fehlen.
Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB wartet weiter auf einen konkreten Starttermin für seine Raketenmission von der Nordsee. Nach Unternehmensangaben ist ein Start technisch zwar längst möglich – „Technisch sei ein Start längst möglich, versicherte OHB“ –, doch die jüngste Verschiebung geht auf fehlende Dokumente von Behörden zurück. Wann die Mission nachgeholt werden soll, blieb zunächst offen.
OHB-Chef Marco Fuchs zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass das Vorhaben umgesetzt wird: „Ich bin sicher, dass das auch in die Tat umgesetzt wird.“ Er verwies zugleich darauf, dass die Suche nach einem geeigneten Startort über die Nordsee hinausgehe. „Da ist sicherlich der ganze Atlantik im Blick“, sagte Fuchs mit Blick auf mögliche alternative Standorte. Auch ein Start in Äquatornähe sei denkbar, hieß es aus dem Unternehmen.
Hintergrund: Was die Gosa-Allianz plante
Hintergrund des Projekts ist das Vorhaben des Konsortiums German Offshore Spaceport Alliance (Gosa), dem mehrere Bremer Firmen angehörten. Ziel war es, eine kleine Rakete von einer schwimmenden Plattform aus ins All zu bringen – einem speziell ausgestatteten Schiff mit Startrampe. Der ursprünglich anvisierte Startpunkt lag im sogenannten „Entenschnabel“-Gebiet der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nordsee, in der Deutschland bestimmte Hoheitsrechte behält.
