Magdeburg, 08 Juni 2026

Im Magdeburger Prozess um den Weihnachtsmarkt-Anschlag vom 20. Dezember 2024 haben am 37. Verhandlungstag zahlreiche Nebenklägerinnen und Nebenkläger von Todesangst, schweren Verletzungen und anhaltendem Trauma berichtet.

Die 39-jährige Nebenklägerin, die am Abend des Anschlags mit ihrer Sportgruppe auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt war, schilderte eindringlich die Folgen des Angriffs. „Ich wusste bis zu diesem Abend nicht, wie sich Todesangst anfühlt“, sagte sie. Das Fahrzeug des Todesfahrers habe sie am Rucksack mitgerissen und die Finger ihrer linken Hand überfahren. Als medizinische Fachangestellte sei sie sofort zur Ersthelferin geworden. Bis heute höre sie die Schreie und fühle sich überwältigt: „Ich bin unendlich wütend auf den Angeklagten.“