Krem, 20 August 2026
Vor dem Landesgericht Krem hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 65-jährigen Gynäkologen begonnen, der nach dem Tod eines Babys unmittelbar nach der Geburt wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Bedingungen angeklagt ist.
Anklage: Notwendige Sectio über Stunden hinausgezögert
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner laut Anklageschrift vor, am Tag der Geburt trotz eindeutiger medizinischer Warnsignale keinen Kaiserschnitt durchgeführt zu haben. Nach den erhobenen Vorwürfen lag ein pathologisches CTG vor, es gab keinen Geburtsfortschritt, die Fruchtwassermenge war verringert, und die Schwangerschaft überschritt den errechneten Termin um sieben Tage. All dies habe eine medizinisch dringliche Indikation für eine Sectio dargestellt.
