Vor dem Landgericht Potsdam hat am Dienstag der Prozess gegen einen 77-jährigen Arzt begonnen, der im Verdacht steht, eine 39-jährige Frau bei einem Suizid begleitet und dabei Totschlag begangen zu haben.
Hintergrund: Totschlag statt Tötung auf Verlangen
Der Fall beschäftigt die Justiz in Brandenburg, weil er eine juristische Grauzone berührt: die Frage, wann die Hilfe beim Sterben eine strafbare Handlung darstellt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte die Frau in ihren Tod begleitet haben, statt sie in eine psychiatrische oder psychosoziale Krisenversorgung zu vermitteln. Die Anklage lautet auf Totschlag, nicht auf eine mildere Form der Tötung auf Verlangen.
