Powell bleibt als Fed-Gouverneur Warsh-Nominierung voran Jerome Powell wird laut Einschätzungen von Wettplattformen voraussichtlich noch für kurze Zeit als Mitglied des Federal Reserve Board bleiben, nachdem seine Amtszeit als Vorsitzender endet, um den Übergang unter Kevin Warsh zu begleiten.

Wetten deuten auf baldigen Rücktritt

Die Wettplattform Kalshi schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 81 Prozent, dass Powell bis Ende des Jahres als Mitglied des Fed-Gouverneursrats zurücktritt. Diese Einschätzung wird durch eine Korrelation von 0,7958 gestützt. Nachdem das US-Justizministerium am Freitag seine Ermittlungen gegen Powell eingestellt hat, stiegen die Wetten auf einen Rücktritt bis Juni auf fast 54,5 Prozent. Auf Polymarket geben Wettende sogar eine 87-prozentige Chance an, dass Powell zwischen dem 15. und 22. Mai sein Amt niederlegt.

Powell hatte zuvor erklärt, er werde nicht als Gouverneur zurücktreten, bis die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn abgeschlossen seien. Mit der Einstellung der Untersuchungen durch das Justizministerium könnte nun ein baldiges Ausscheiden folgen. Am Mittwoch wird Powell nach der Fed-Sitzung eine Pressekonferenz abhalten, bei der möglicherweise weitere Klarheit erwartet wird.

Spannungen zwischen Trump und Powell

Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump im vergangenen Jahr gibt es Spannungen zwischen dem Präsidenten und Powell. Das Weiße Haus zeigt sich frustriert darüber, dass die Fed die Zinsen nicht so schnell oder so stark gesenkt hat, wie es die Trump-Administration wünscht. Diese Differenzen haben die Spekulationen über Powells Verbleib zusätzlich befeuert.