Fed Leitzins unverändert Warsh plant radikale Reformen Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am 29. April den Leitzins unverändert im Bereich von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen, während interne Differenzen über die künftige Geldpolitik und die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef für Unsicherheit sorgen.
Interne Spannungen bei der Fed
Die Entscheidung der Fed, den Leitzins stabil zu halten, wurde nicht einstimmig getroffen. Bei der Sitzung gab es eine gespaltene Abstimmung: Ein Teilnehmer forderte eine sofortige Zinssenkung, während drei andere Mitglieder jegliche Hinweise auf eine lockerere Geldpolitik kritisierten. Diese Differenzen deuten auf wachsende Uneinigkeit innerhalb des Gremiums hin, insbesondere in einer Phase, in der Jerome Powell als „lame duck“ gilt und seine Entscheidungen laut Quellen kaum noch Einfluss auf die Märkte haben.
Gleichzeitig hat der Senatsausschuss für Bankenwesen mit 13 zu 11 Stimmen die Kandidatur von Kevin Warsh als nächsten Fed-Vorsitzenden vorangetrieben. Warsh, der bereits in den Senatsanhörungen am 21. April für Aufsehen sorgte, sprach sich dort für einen „regime change“ in der Politik der Zentralbank aus. „regime change“, so wörtlich. Er bezeichnete die aufgeblähte Bilanz der Notenbank als „absolutes Übel“, das Marktmechanismen verzerre und die Risikobewertung unterdrücke.

