Pogacar gewinnt die 14. Tour-Etappe souverän – Lipowitz rückt in der Gesamtwertung vor
Le Markstein Fellering, 18. Juli 2026
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Kurzfassung
Tadej Pogacar hat die 14. Etappe der 113. Tour de France über 155,3 Kilometer von Mulhouse nach Le Markstein Fellering im Solo gewonnen. Der Slowene baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 4:30 Minuten vor Jonas Vingegaard aus, der Deutsche Florian Lipowitz verbesserte sich auf Rang sechs.
Tadej Pogacar hat am Samstag die 14. Etappe der 113. Tour de France über 155,3 Kilometer von Mulhouse nach Le Markstein Fellering in den Vogesen mit einem Solo-Sieg gewonnen und seine Führung im Gesamtklassement ausgebaut.
Pogacars entscheidende Attacke am Col du Haag
Der Slowene, der das Gelbe Trikot trägt, setzte sich auf der Bergetappe mit 3.800 Höhenmetern und drei Anstiegen der ersten Kategorie mit mehr als einer halben Minute Vorsprung vor seinem Teamkollegen Isaac Del Toro durch. Es war bereits Pogacars vierter Etappensieg bei dieser Tour und sein insgesamt 25. Tagessieg bei einer Frankreich-Rundfahrt. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, startete der 26-Jährige seine entscheidende Attacke 7,4 Kilometer vor dem Ziel am Col du Haag und baute kurz danach einen Vorsprung von 30 Sekunden auf.
Hinter Del Toro, der für UAE Team Emirates – XRG fährt und aus Mexiko stammt, komplettierte der Franzose Paul Seixas das Podium der Etappe. Seixas erreichte das Ziel mit der gleichen Zeit wie Del Toro, 0:38 Minuten hinter Pogacar, und übernahm durch die Bonussekunden als Drittplatzierter das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers von Juan Ayuso – mit drei Sekunden Vorsprung. Seixas rückte zudem in der Gesamtwertung auf Rang vier vor.
Vingegaard verliert weiter an Boden
Der Däne Jonas Vingegaard, der für Visma – Lease a Bike fährt und Pogacars härtester Rivale im Kampf um den Gesamtsieg ist, kam mit 0:44 Minuten Rückstand auf Rang vier der Etappe. In der Gesamtwertung liegt Vingegaard nun 4:30 Minuten hinter dem Spitzenreiter. Der Belgier Remco Evenepoel wurde Fünfter (0:48 Minuten zurück) und liegt im Gesamtklassement mit 5:04 Minuten Rückstand auf Rang drei, gefolgt von Seixas (5:19) und Ayuso (5:22).
Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz erreichte das Ziel als Siebter mit der gleichen Zeit wie Ayuso, 0:50 Minuten hinter Pogacar. In der Gesamtwertung verbesserte sich Lipowitz, der im Vorjahr die Tour de France auf Rang drei abgeschlossen hatte, vom siebten auf den sechsten Platz mit 5:44 Minuten Rückstand auf Pogacar. Isaac Del Toro folgt auf Rang sieben (5:50), der Däne Mattias Skjelmose belegt Platz acht (7:35).
Lipowitz nutzt sein Heimspiel
Die Etappe diente für Lipowitz zugleich als kleines Heimspiel: Zahlreiche deutsche Fans waren über die nahe Grenze nach Frankreich gereist, nachdem bereits am Freitag auf der Etappe nach Belfort viele deutsche Flaggen am Straßenrand zu sehen gewesen waren. Lipowitz, der für ein deutsches Team fährt, präsentierte sich auf den drei Anstiegen der ersten Kategorie in guter Verfassung und hielt den Anschluss an die Spitzengruppe.
UAE Team Emirates feierte mit dem Doppelsieg durch Pogacar und Del Toro einen weiteren Teamerfolg. Der Ecuadorianer Richard Carapaz und der Norweger Tobias Johannessen hatten das Rennen lange Zeit angeführt, wurden aber rund acht Kilometer vor dem Ziel vom Peloton gestellt. Carapaz wurde am Ende Achter (1:18 Minuten zurück), Johannessen Neunter (1:40).
UAE feiert Doppelerfolg
Der Schweizer Yannis Voisard, 27 Jahre alt und aus dem Jura stammend, war der bestplatzierte Eidgenosse der Etappe. Er kam mit 3:30 Minuten Rückstand auf Rang 13 und liegt im Gesamtklassement weiter auf Platz 17. Sein Landsmann Tom Pidcock, der für das Schweizer Team Q36.5 Pro Cycling Team fährt, büßte unterdessen seinen vierten Gesamtrang ein und fiel auf Platz neun zurück (7:59 Minuten Rückstand). Pidcock wurde auf der Etappe 18. (3:34).
Die Österreicher Marco Haller und Felix Großschartner sind ebenfalls bei dieser Tour dabei. Großschartner erreichte das Ziel der 14. Etappe mit 19:46 Minuten Rückstand auf Rang 37. Lenny Martinez aus Frankreich komplettiert die Top Ten der Gesamtwertung auf Platz zehn mit 8:25 Minuten Rückstand.
Nach 14 von 21 Etappen führt Pogacar die Gesamtwertung mit einer Gesamtzeit von 51:18:28 Stunden an. Der 113. Tour-Auflage war am 4. Juli mit einem 19,6 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Barcelona eröffnet worden. Ruhetage sind für den 13. und den 20. Juli vorgesehen, das Finale steigt am 26. Juli mit der 21. Etappe von Thoiry auf die Champs-Élysées in Paris (133 Kilometer), der ein 26,1 Kilometer langes Einzelzeitfahren von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains vorausgeht.
Ausblick: Schwere Alpenetappe am Sonntag
Schon am Sonntag wartet die nächste schwere Bergetappe auf das Peloton. Die 15. Etappe führt über 183,9 Kilometer von Champagnole im Jura zum Plateau de Solaison in Haute-Savoie und ist als Bergstufe der höchsten Kategorie (BAK) klassifiziert. Insgesamt müssen rund 3.950 Höhenmeter bewältigt werden, davon über 1.000 Meter im Hors-Catégorie-Schlussanstieg, der im Schnitt neun Prozent Steigung aufweist und 11,3 Kilometer lang ist. Die Strecke verläuft nur wenige Meter von der Schweizer Grenze entfernt Richtung Süden in die französischen Alpen.
Mit seinem Etappensieg hat Pogacar seine Ausgangslage für die entscheidende Schlusswoche der Frankreich-Rundfahrt weiter verbessert. Der Titelverteidiger und slowenische Weltmeister, der bereits viermal die Gesamtwertung der Tour de France gewonnen hat, peilt seinen fünften Gesamtsieg an. Mit dem souveränen Auftritt in den Vogesen unterstrich der UAE-Profi seine Ausnahmestellung im Feld.
Kampf um die Topplätze im Gesamtklassement
Für Lipowitz bedeutet das Ergebnis einen weiteren Schritt in Richtung Spitzenfeld. Nach seinem dritten Platz bei der vergangenen Tour de France gehört der Deutsche auch in diesem Jahr zu den Anwärtern auf eine Top-Platzierung im Gesamtklassement. Mit Rang sechs liegt er nur 1:14 Minuten hinter Evenepoel auf Platz drei und hat vor den Alpenetappen noch alle Möglichkeiten, weiter nach vorn zu fahren.
Derweil sorgt der erst 19-jährige Paul Seixas weiter für Aufsehen. Der Franzose, der für Decathlon CMA CGM fährt, hatte bereits im Vorfeld der Tour als eines der größten Nachwuchstalente gegolten und rechtfertigte diese Einschätzung mit seinem Podestplatz auf der Vogesen-Etappe. Mit dem Weißen Trikot des besten Jungprofis wird er am Sonntag in den Alpen erneut im Blickpunkt stehen.
Die 14. Etappe endete am Le Markstein in den Vogesen, einem Wintersportort, der in diesem Sommer erstmals Zielort einer Tour-Etappe war. Das Wetter und die Streckenführung boten den Rahmen für einen klassischen Ausreißertag, an dem sich die Favoriten erst auf den letzten Kilometern zeigten – und Pogacar einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.
Fragen & Antworten
Wie hat Tadej Pogacar die 14. Etappe der Tour de France gewonnen?
Pogacar startete seine entscheidende Attacke 7,4 Kilometer vor dem Ziel am Col du Haag, baute kurz danach einen Vorsprung von 30 Sekunden auf und gewann die Etappe nach Mulhouse–Le Markstein Fellering mit mehr als einer halben Minute Vorsprung vor Isaac Del Toro im Solo.
Welchen Platz belegt Florian Lipowitz nach der 14. Etappe im Gesamtklassement?
Lipowitz verbesserte sich mit seinem siebten Etappenrang auf den sechsten Platz der Gesamtwertung mit 5:44 Minuten Rückstand auf den Führenden Tadej Pogacar.
Was steht am Sonntag mit der 15. Etappe auf dem Programm?
Die 15. Etappe führt über 183,9 Kilometer von Champagnole im Jura zum Plateau de Solaison in Haute-Savoie, ist als Bergstufe der höchsten Kategorie klassifiziert und enthält rund 3.950 Höhenmeter mit einem 11,3 Kilometer langen Schlussanstieg von durchschnittlich neun Prozent Steigung.
Tour de France 14. Etappe: Pogacar siegt, Lipowitz Siebter | nachrichten360