Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die finanzielle Lage der sozialen Pflegeversicherung als kritisch eingestuft und vor einem Defizit in Milliardenhöhe gewarnt.
Die soziale Pflegeversicherung steht nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vor einem massiven finanziellen Engpass. Warken sprach am Wochenende von einer „Alarmstufe Rot“ und verwies darauf, dass die Ausgaben die Einnahmen inzwischen deutlich übersteigen. Um die Zahlungsfähigkeit bis zum Jahresende abzusichern, soll ein Bundesdarlehen von 1,5 Milliarden Euro fließen.
Als Ursache für die Schieflage nennt das Ministerium vor allem drei Faktoren: die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen, höhere Kosten bei der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie wachsende Zuschüsse zu den Eigenanteilen in der vollstationären Pflege. „Haupttreiber der Ausgaben seien die steigende Anzahl von Pflegebedürftigen, die Kosten bei der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie die steigenden Zuschüsse zu den Eigenanteilen in der vollstationären Pflege“, heißt es aus dem Haus Warken.
