Papst Leo XIV. hat in einer Videobotschaft anlässlich des 15. Jahrestages der Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Illinois die weltweite Abschaffung der Todesstrafe gefordert.

Unterstützung für Aktivisten weltweit

Der Papst bekräftigte seine Unterstützung für alle, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen. „Ich unterstütze alle, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten von Amerika und weltweit einsetzen“, sagte Leo XIV. in seiner Botschaft. Er würdigte insbesondere die Entscheidung des Gouverneurs von Illinois im Jahr 2011, die Todesstrafe abzuschaffen, und zeigte sich dankbar für diesen Schritt.

Der aus Chicago stammende Papst, der vor seinem Pontifikat als Robert Francis Prevost bekannt war, betonte zudem, dass effektive Gefängnissysteme die Bürger schützen und gleichzeitig die Rehabilitation von Straftätern ermöglichen könnten. „Das Recht auf Leben ist die Grundlage aller anderen Menschenrechte“, zitierte er in seiner Ansprache.

US-Regierung plant alternative Hinrichtungsmethoden

Die Forderung des Papstes kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Regierung die Umsetzung der Todesstrafe auf Bundesebene verschärft hat. Das US-Justizministerium hat angekündigt, Alternativen zur tödlichen Injektion zu schaffen, da es Schwierigkeiten gibt, die notwendigen Medikamente zu beschaffen. Künftig sollen Erschießungskommandos, elektrische Stühle und Gaskammern als Hinrichtungsmethoden auf Bundesebene zugelassen werden.