Papst empfängt Marco Rubio im Vatikan

Papst Leo XIV wird am Donnerstag, dem 7. Mai, den US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan empfangen, wie mehrere bestätigte Quellen berichten.

Diplomatische Bedeutung des Treffens

Das Treffen gilt als diplomatisch bedeutsam, da der Papst normalerweise nur Staatsoberhäupter und Regierungschefs im Vatikan empfängt. Rubio wird auch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zusammentreffen. Dies ist bereits das dritte Treffen zwischen dem Papst und Rubio innerhalb kurzer Zeit – zuvor hatten sie sich am 18. Mai, dem Tag der Amtseinführung des Papstes, sowie am folgenden Tag getroffen, als der Papst auch den US-Vizepräsidenten JD Vance empfing.

Die geplante Begegnung findet vor dem Hintergrund jüngster Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Papst statt. Trump hatte Leo XIV Mitte April als "schwach" in Bezug auf Kriminalität und "schlecht" in der Außenpolitik kritisiert. Der Papst reagierte darauf und sagte, er habe keine Angst vor der US-Regierung und werde sich weiterhin für den Frieden einsetzen.

Spannungen zwischen Trump und dem Papst

Die Spannungen verschärften sich, als der Papst die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im US-israelischen Krieg gegen den Iran verurteilte und erklärte, Christen könnten nicht auf der Seite derer stehen, die "heute Bomben werfen". Trump reagierte wütend und warf dem Papst vor, sich auf die Seite eines Landes zu stellen, das nach Atomwaffen strebe. Später bedauerte der Papst, dass seine Worte als kritische Anspielung auf Trump aufgefasst worden waren.