Washington, D.C., 24. April 2026

Das US-Justizministerium hat die Todesstrafe auf Bundesebene verschärft und erlaubt nun auch die Hinrichtung durch Erschießungskommandos. Gleichzeitig wurden die Regeln für die tödliche Injektion aus der ersten Amtszeit von Ex-Präsident Donald Trump wieder eingeführt.

Rückkehr zu strengeren Hinrichtungsmethoden

Die neuen Regelungen sehen vor, dass neben der tödlichen Injektion auch Erschießungskommandos als legale Hinrichtungsmethode auf Bundesebene zugelassen werden. Damit reagiert das Justizministerium auf die seit Jahren anhaltenden Schwierigkeiten, die benötigten Medikamente für die tödliche Injektion zu beschaffen.

Zudem hat das Ministerium die unter Präsident Joe Bidens Vorgänger verhängte Aussetzung von Bundesexekutionen aufgehoben. Diese Entscheidung setzt eine Politik fort, die bereits unter Trump begonnen wurde. Während seiner ersten Amtszeit hatte der Republikaner die Hinrichtungen auf Bundesebene nach einer fast 20-jährigen Pause wieder aufgenommen.

Historischer Kontext und aktuelle Entwicklungen

Die Wiedereinführung der Erschießungskommandos markiert eine Rückkehr zu einer Methode, die in den USA lange als veraltet galt. Zuletzt wurde diese Hinrichtungsart in Utah im Jahr 2010 angewandt. Die Entscheidung des Justizministeriums spiegelt die anhaltende Kontroverse um die Todesstrafe in den USA wider.

Unter Trump wurden zwischen 2019 und 2021 dreizehn Hinrichtungen auf Bundesebene durchgeführt – mehr als unter jedem anderen Präsidenten seit Dwight D. Eisenhower in den 1950er Jahren. Bidens Versprechen, die Todesstrafe auf Bundesebene abzuschaffen, wurde nicht umgesetzt. Stattdessen setzte seine Regierung lediglich ein Moratorium durch, das nun wieder aufgehoben wurde.