Nach Ablauf der Begutachtungsfrist fordern die Online-Handelsriesen Amazon, Zalando und eBay einen Stopp des Gesetzesvorhabens zur Paketsteuer und erheben rechtliche Bedenken.
Die Konzerne reichten kurz vor Ende der Frist umfangreiche Stellungnahmen ein, wie aus den veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Insgesamt gingen 36 institutionelle Stellungnahmen und 65 Stellungnahmen von Privatpersonen ein, die mehrheitlich kritisch ausfielen.
Die geplante Paketabgabe soll das teilweise Entfallen der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ab 1. Juli 2026 gegenfinanzieren. Das Finanzministerium rechnet mit jährlichen Einnahmen von 280 Millionen Euro.
Diskriminierungsvorwurf und rechtliche Bedenken
Die Abgabe soll nach dem 30. September in Kraft treten und große Online-Händler mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro treffen. Amazon erklärte, diese Umsatzschwelle stelle "eine faktische Diskriminierung ausländischer Versandhändler" dar.
