Mehrere Mitglieder des ORF-Stiftungsrats haben nach angekündigten Mittelkürzungen für den Sender eine Verfassungsbeschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingebracht oder angekündigt, während zugleich Vorwürfe gegen einzelne Ratsmitglieder wegen möglicher Befangenheiten geprüft werden.
Die Diskussion um die künftige Finanzierung des Österreichischen Rundfunks (ORF) hat sich zugespitzt. Hintergrund ist ein Sparkurs, der dem Sender in den kommenden Jahren deutlich weniger Mittel in Aussicht stellt. Stiftungsratsmitglieder sehen darin einen Eingriff in die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und haben nun den Weg vor das Höchstgericht eingeleitet.
Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsgremium des ORF und überwacht unter anderem die Geschäftsführung um Generaldirektorin Ingrid Thurnher sowie um Roland Weißmann. Die Ratsmitglieder vertreten dabei unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, von Sozialpartnern bis zu Regierungsparteien. Ihre Aufgabe ist es, die Programmqualität und die Einhaltung des öffentlich-rechtlichen Auftrags zu sichern.
