Budapest, 17. April 2026 – Ungarns scheidender Ministerpräsident Viktor Orbán hat eine umfassende Neuausrichtung seiner Partei Fidesz angekündigt, nachdem er bei den Parlamentswahlen am Sonntag eine Niederlage erlitt.

Orbán übernimmt Verantwortung

In seinem ersten Interview seit der Wahlniederlage sprach Orbán von der Notwendigkeit einer grundlegenden Erneuerung. "Eine vollständige Erneuerung ist notwendig", sagte er in dem live auf dem Youtube-Kanal Patriota übertragenen Gespräch. Dies gelte nicht nur für seine Partei, sondern auch für andere Kräfte im rechten Lager.

Als Parteivorsitzender übernehme er die "volle Verantwortung" für das Ergebnis. Orbán räumte ein, dass die Niederlage ein Schock für ihn und seine Anhänger gewesen sei. Er versuche nun, "irgendwie diesen Schock zu überwinden", wie er erklärte.

Reaktionen auf die Wahlniederlage

Der Wahlsieg von Peter Magyar markiert das Ende von Orbáns 16-jähriger Amtszeit. Magyar, der mit seiner konservativen Tisza-Partei antrat, hatte im Vorfeld umfassende Reformen und einen "vollständigen Regimewechsel" angekündigt.

Orbán selbst äußerte sich selbstkritisch: "Wir können nicht so weitermachen", gestand er ein. Die Niederlage sei ein deutliches Signal der Wähler, dass Veränderungen notwendig seien. Die Fidesz-Partei stehe vor einer tiefgreifenden Transformation, um wieder Anschluss an die politische Mitte zu finden.

Zukunftspläne der Fidesz-Partei