Die österreichische U19-Frauen-Nationalmannschaft bestreitet heute Abend in Sarajewo das EM-Halbfinale gegen Deutschland und kämpft um den Einzug ins Endspiel.
Die Auswahl von Teamchef Markus Hackl trifft am Dienstag um 20 Uhr (live ORF Sport+) auf die deutsche Auswahl. Das Finale findet am Freitag um 18 Uhr in Sarajewo statt (live ORF Sport+). Zuvor bestreiten Spanien und Schweden das zweite Halbfinale (16 Uhr).
Die österreichische Mannschaft reist mit dem Selbstvertrauen einer starken Gruppenphase in die K.o.-Runde. Teamkollegin Alina Kerschbaumer merkt wie die Kapitänin ein "gestiegenes Interesse" aufgrund der Erfolge in der Gruppenphase gegen Island und die Schweiz. Im letzten Gruppenspiel gegen Spanien verlor das Team von Markus Hackl nur knapp mit 1:2.
Stimmung im Team
Kapitänin Valentina Illinger zeigte sich vor der Partie gelassen. "Überrascht sind wahrscheinlich nur Außenstehende", sagt Kapitänin Valentina Illinger abgeklärt. Die 18-Jährige kennt schon einige der deutschen Gegnerinnen von früheren Begegnungen und verspüre "eine Riesen-Vorfreude", wie sie sagt.
"Ich habe dieses Team schon längere Zeit verfolgt", beschreibt ein Beteiligter die Beschäftigung mit dem gegnerischen Kader. Illinger und ihre Mitspielerinnen haben die deutsche Auswahl bereits intensiv studiert.
Trainer Markus Hackl sprach von einem "außergewöhnlich guter Jahrgang", mit dem er gerade arbeite. Er erwartet ein "Spiel auf Augenhöhe". Damit unterstrich er die Bedeutung der Partie, betonte aber zugleich die Chancen seines Teams.
Hintergrund: Der Kader
Auch die Verantwortlichen auf deutscher Seite sehen das Duell als offen an. Co-Trainer Söndergaard erklärte: "Es steckt sehr, sehr viel Potenzial in ihnen", sagt Söndergaard. Damit würdigte er die bisherigen Leistungen der Österreicherinnen, die in der Vorrunde überzeugen konnten.
Das österreichische Team muss im Halbfinale gegen Deutschland auf ein Red-Bull-Salzburg-Toptalent verzichten, wie aus dem Umfeld der Mannschaft verlautet wurde. Details zu Name und Ausfallgrund wurden nicht öffentlich genannt.
Das deutsche Team verfügt über einen eingespielten Kader mit mehreren Spielerinnen aus den Bundesliga-Nachwuchszentren. Das österreichische Team setzt hingegen auf einen Mix aus Akademie- und Vereinsspielerinnen, die teilweise bereits in der Frauen-Bundesliga Erfahrung sammeln.
Ausblick auf das Finale
Für die österreichische Mannschaft ist es ein historisches Match, das die Spielerinnen des österreichischen U19-Nationalteams heute Abend in Sarajewo gegen ihre deutschen Altersgenossinnen bestreiten. Söndergaard betonte die Wertschätzung für den Gegner: "Es steckt sehr, sehr viel Potenzial in ihnen", sagt Söndergaard.
Bei einem Sieg würde Österreich am Freitag auf den Sieger der Partie Spanien gegen Schweden treffen. Das Endspiel ist ebenfalls live im ORF Sport+ zu sehen. Die Partie gilt als eine der wichtigsten Begegnungen im österreichischen Frauenfußball-Nachwuchsbereich.
Bedeutung für den österreichischen Frauenfußball
Das mediale Interesse an der Partie ist spürbar gestiegen. Kerschbaumer und Illinger berichteten übereinstimmend von einem "gestiegenen Interesse" aufgrund der bisherigen Auftritte. Auch internationale Beobachter haben das österreichische Team auf dem Zettel.
Sollte Österreich das Halbfinale gewinnen, wäre es der erste Einzug in ein U19-Finale seit Jahren. Die Mannschaft könnte damit an die Erfolge früherer österreichischer Jugend-Nationalteams anknüpfen und dem Frauenfußball im Land weiteren Auftrieb geben.
