Die österreichische U19-Frauen-Nationalmannschaft trifft am Samstag (17.00 Uhr, live in ORF Sport + und im Livestream) im dritten Gruppenspiel der Frauen-U19-Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina in Zenica auf die amtierenden Europameisterinnen aus Spanien.

Die bereits erstmals für das Halbfinale qualifizierte ÖFB-Elf bestreitet damit ihr letztes Gruppenspiel bei dem Turnier. Nach dem vorzeitig fixierten Halbfinaleinzug geht es am Samstag (4. Juli, 17 Uhr, Bilino Polje Stadion in Zenica) gegen den Topfavoriten Spanien nun um den Gruppensieg und damit um eine möglichst gute Ausgangsposition für die K.-o.-Runde.

Die Ausgangslage könnte für die Österreicherinnen kaum reizvoller sein. Mit dem erstmaligen Erreichen eines Halbfinales bei einer U19-Europameisterschaft hat die Mannschaft von Trainer Markus Hackl bereits Geschichte geschrieben. Nun wartet mit den Spanierinnen jene Mannschaft, die als Titelverteidigerin und einer der Topfavoriten des Turniers gilt.

Erstmals im Halbfinale

Die Spielerinnen brennen auf diese Partie. Allen voran Mittelfeldakteurin Ella Herbst, die sich im Vorfeld des Spiels kämpferisch zeigte. „Ich denke schon, dass wir sie mit unserem Pressing auch richtig stören können. Wenn wir ihre wenigen Fehler im Spielaufbau nutzen können, glaube ich schon, dass wir für uns Momente kreieren können", so Mittelfeldspielerin Ella Herbst.

Das österreichische Team hat das Turnier bislang mit großer Disziplin und taktischer Reife bestritten. Die Mannschaft agiert kompakt, setzt auf intensives Pressing und hat sich durch zwei starke Auftritte in der Gruppenphase Respekt erspielt. Nun soll gegen den großen Favoriten aus Spanien die nächste Überraschung gelingen.

Spanien als Titelverteidiger

Die Spanierinnen reisen als Titelverteidigerinnen und mit dem Anspruch auf den erneuten EM-Titel nach Bosnien und Herzegowina. Sie gelten als eingespieltes Kollektiv mit hoher individueller Qualität, was die Aufgabe für die ÖFB-Elf besonders anspruchsvoll macht. Die Österreicherinnen sehen darin jedoch vor allem eine Chance, sich mit einer der besten europäischen Mannschaften zu messen.

Teamchef Markus Hackl betonte im Vorfeld, dass seine Mannschaft mit großem Selbstvertrauen und voller Energie in die Partie gehen werde. „Wir werden Vollgas geben", lautet die Devise für das abschließende Gruppenspiel. Die Spielerinnen wissen, dass sie trotz der klaren Außenseiterrolle alles in das Spiel werfen können – und wollen.

Revanche und Gruppensieg im Visier

Für die österreichische U19-Auswahl geht es nicht nur um den Gruppensieg, sondern auch um die Revanche für eine frühere Niederlage gegen die Ibererinnen. Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Sieg oder Unentschieden könnte die ÖFB-Elf die Tabellenführung in der Gruppe übernehmen und damit auf einen leichteren Halbfinalgegner hoffen.

Die Partie wird live auf ORF Sport + übertragen und ist auch im Livestream der Plattform verfügbar. Fußballinteressierte in Österreich können damit die historische Begegnung live mitverfolgen, falls die Mannschaft den nächsten Meilenstein in der noch jungen Erfolgsgeschichte des österreichischen Frauenfußballs setzen sollte.

Auswirkungen auf die K.-o.-Runde

Im Fall eines Sieges würde Österreich als Gruppenerster in das Halbfinale einziehen und dort auf einen vermeintlich schwächeren Gegner treffen. Bei einer Niederlage wäre man dennoch als Halbfinalist qualifiziert, müsste dann aber im Halbfinalspiel gegen einen stärker eingeschätzten Kontrahenten antreten.

Die Vorfreude im österreichischen Lager ist spürbar. Spielerinnen und Betreuerstab fiebern dem Showdown gegen Spanien entgegen und wollen die starke Leistung aus den ersten beiden Gruppenspielen bestätigen. Mit Blick auf die K.-o.-Runde wäre ein Erfolg gegen den Titelverteidiger zudem ein deutliches Signal an die Konkurrenz.

Das Duell zwischen Österreich und Spanien verspricht Fußball auf hohem Niveau und ist der vorläufige Höhepunkt einer bemerkenswerten EM-Reise der ÖFB-Talente. Sollte es den Österreicherinnen gelingen, den Favoriten zu ärgern, wäre das eine Sensation – und eine weitere Bestätigung für die aufstrebende Entwicklung im österreichischen Frauenfußball.