Die österreichische Regierung hat sich auf ein neues Medienpaket verständigt, das zehn Millionen Euro für Medienkompetenz und Jugendformate bereitstellt und junge Menschen zu souveränen Medienkonsumenten machen soll.

Zehn Millionen Euro für mehr Medienkompetenz

Die Regierung stellt zehn Millionen Euro für Medienkompetenz und Jugendformate bereit Das neue Medienpaket, auf das sich die Regierung geeinigt hat, ist nach Angaben aus den Verhandlungen explizit auf die Stärkung der Medienkompetenz junger Menschen ausgerichtet. Damit reagiert die Koalition auf die wachsende Sorge über Desinformation, algorithmische Verzerrungen und die schwindende Fähigkeit, redaktionelle Inhalte von bezahlter oder manipulativer Kommunikation zu unterscheiden.

Das erklärte Ziel der Maßnahme ist es, junge Menschen zu befähigen, Medieninhalte kritisch einzuordnen, Quellen zu prüfen und die Funktionsweise digitaler Plattformen zu verstehen. Die Förderung soll dabei laut den veröffentlichten Eckpunkten gezielt an Schulen, außerschulische Bildungsträger und Jugendorganisationen fließen. Damit verknüpft die Regierung medienpolitische Steuerung mit bildungspolitischer Praxis.

Die Mittel sind Teil eines größeren Reformpakets im Medienbereich, das in den kommenden Monaten schrittweise umgesetzt werden soll. Die Regierung begründet den Schritt mit dem Hinweis, dass klassische Aufklärung über Medien nicht mehr ausreiche, um mit der Geschwindigkeit der digitalen Transformation Schritt zu halten. Medienkompetenz solle daher als Querschnittskompetenz verankert werden, vergleichbar mit Sprach- oder Digitalkenntnissen.