Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin mit einer Toten und dutzenden Verletzten verschärft Österreich die Debatte um elektronische Fußfesseln für radikale Gefährder; Verfassungsschutzchefin Sylvia Mayer und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) dringen auf eine Ausweitung des Instruments.

Am Samstagabend war der 21-jährige deutsche Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln Abdul B. mit einem Kleintransporter in die Menschenmenge des Christopher Street Days (CSD) gerast und hatte dabei eine 65-jährige Frau aus Polen getötet. Nach jüngsten Angaben vom Dienstag wurden 31 Menschen verletzt, wie aus den vorliegenden Informationen hervorgeht; einzelne deutsche Berichte sprachen zuvor von 29 Verletzten. Er wurde beim Zugriff der Polizei am Sonntag erschossen, nachdem er die Beamten mit einer Stichwaffe bedroht haben soll.