Bhubaneswar, Indien, 29. April 2026 Mann bringt tote Schwester in Bankfiliale Ein Mann in Indien hat die Leiche seiner Schwester ausgegraben und in eine Bankfiliale gebracht, um ihren Tod zu beweisen und Zugang zu ihrem Konto zu erhalten.

Ungewöhnliche Vorgehensweise

Der Vorfall ereignete sich in einer Filiale der Indian Overseas Bank in Bhubaneswar, der Hauptstadt des Bundesstaates Odisha. Der Mann, dessen Identität nicht näher bekannt gegeben wurde, hatte zuvor vergeblich versucht, auf das Konto seiner verstorbenen Schwester zuzugreifen. Da ihm der erforderliche Totenschein fehlte, entschied er sich für eine drastische Maßnahme: Er exhumierte den Leichnam seiner Schwester und brachte ihn in die Bank.

Die Bankmitarbeiter reagierten entsetzt und wiesen den Mann darauf hin, dass Auszahlungen nur mit einer ordnungsgemäßen Genehmigung des Kontoinhabers möglich seien. Die Bank bezeichnete die Situation später als "eine sehr unangenehme Situation".

Probleme mit der Dokumentation

In Indien ist die Registrierung von Geburten und Todesfällen zwar gesetzlich vorgeschrieben, doch besonders in ländlichen Regionen kommt es immer wieder zu Lücken in der Dokumentation. Dies erschwert es Angehörigen oft, rechtmäßige Ansprüche geltend zu machen. Der Mann hatte offenbar keine andere Möglichkeit gesehen, den Tod seiner Schwester nachzuweisen, als ihre Leiche persönlich vorzulegen.

Die Bank erklärte, dass sie den Antrag des Mannes nun prioritär behandeln werde, sobald er den erforderlichen Totenschein vorlege. Bislang war ihm der Zugang zum Konto verwehrt worden, da er die offiziellen Unterlagen nicht vorweisen konnte.