Am Sonntag endet die Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon, die im Rahmen von Verhandlungen unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump vereinbart worden war, ohne dass sich eine Lösung des Konflikts abzeichnet.
Eskalation trotz Waffenruhe
Seit der Ausrufung der Waffenruhe wurden weitere 10.000 Häuser zerstört und rund 380 Menschen getötet, darunter Kinder und Sanitäter. Insgesamt starben seit Beginn der Eskalation Anfang März bereits mehr als 2700 Menschen. Israel beansprucht "rund sechs Prozent des Landes" und sagt offen, dass es eine zehn Kilometer tiefe Zone entlang der Grenze nach Gaza-Modell zur "Pufferzone" machen – sprich besetzen – will.
"Zusammen mit den offenen Ankündigungen über eine 'Pufferzone' verweist das jedoch eher auf Absichten für eine längere Besatzung", heißt es in diplomatischen Kreisen. Die libanesische Führung hat solche Pläne bislang als "verfrüht" abgelehnt.

