Israel und Libanon führen direkte Gespräche in Washington Vertreter Israels und des Libanon haben erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche aufgenommen, die vom US-Außenminister Rubio in Washington vermittelt wurden.
Verhandlungen unter US-Vermittlung
Die Gespräche markieren einen seltenen diplomatischen Schritt zwischen den beiden Ländern, die seit langem durch Konflikte und Spannungen getrennt sind. An dem Treffen nahmen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh, und der israelische Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, teil. Die Verhandlungen waren auf Druck der Trump-Regierung zustande gekommen, die seit längerem auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten hinarbeitet.
US-Außenminister Rubio betonte die Notwendigkeit, den Einfluss der radikal-islamischen Miliz Hisbollah in der Region dauerhaft zu beenden. "Rubio äußerte die Hoffnung, dass diese zu einem umfassenden Friedensabkommen führten", hieß es in einer Stellungnahme. Die libanesische Regierung forderte unterdessen einen Waffenstillstand und den Abzug israelischer Truppen aus dem Süden des Libanon.
Spannungen und Forderungen
Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen statt. Die Hisbollah, die mit dem Regime in Teheran verbündet ist und sich weigert, ihre Waffen abzugeben, hatte die libanesische Regierung aufgefordert, die Verhandlungen abzubrechen. Unmittelbar zu Beginn des Treffens feuerten Hisbollah-Kämpfer Raketen auf Israel ab. Die israelische Armee warnte, dass die Angriffe auf den Norden Israels ausgeweitet werden könnten.

