Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sind mindestens 182 Menschen getötet und 890 weitere verletzt worden. Der libanesische Premierminister Nawaf Salam rief für Donnerstag einen nationalen Trauertag aus.

Eskalation der Gewalt

Die israelischen Luftangriffe trafen über 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der Hisbollah in Beirut. Ein Wohngebäude im Stadtteil Tallet Al-Khayat stürzte teilweise ein, nachdem es von einem israelischen Luftschlag getroffen worden war. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete die Operation als "surprise strike on hundreds of Hezbollah members".

Als Vergeltung beschoss die Hisbollah das Kibbuz Manara im Norden Israels. Die schiitische Miliz kündigte an, ihre Angriffe auf Israel fortzusetzen, "bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhört". Zuvor hatte die Gruppe bereits erklärt, sie werde weiterkämpfen, solange die Waffenruhe verletzt werde.

Internationale Reaktionen

US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass der Waffenstillstand nicht für den Libanon gelte. Seine Aussage unterstreicht die komplexe internationale Dimension des Konflikts, in dem die USA Israel unterstützen.

Der Libanon befindet sich in einer tiefen Krise, die durch die jüngsten Angriffe weiter verschärft wird. Premierminister Salam rief die internationale Gemeinschaft zur Deeskalation auf, während die Hisbollah ihre Entschlossenheit bekräftigte, sich nicht von den israelischen Schlägen einschüchtern zu lassen.