Der US-Milliardär Leon Black hat eine erneute Kongressanhörung im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal verweigert und sich dabei auf ein laufendes Gerichtsverfahren berufen.
Hintergrund der Kontroverse
Leon Black, Mitgründer der Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management, weigert sich, einer erneuten Vorladung des US-Kongresses zur Aufklärung des Falls Jeffrey Epstein nachzukommen. Das geht aus Unterlagen hervor, die der Kongressausschuss veröffentlicht hat. Black hatte bereits im Juni eine erste Befragung durch den Ausschuss abgebrochen, nachdem Fragen zu Schweigevereinbarungen mit Frauen aufkamen, die nicht in Verbindung mit dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein gebracht werden.
In seiner Klage argumentiert Black, dass die Mitglieder des Kongresses ihre Befugnisse überschritten hätten, indem sie Zugang zu den Schweigevereinbarungen verlangten, die er mit Frauen abgeschlossen habe, die nicht als Verbindungen zu Epstein bekannt seien. Der Kongressausschuss, der die Vorladung ausgesprochen hatte, sieht hingegen die Notwendigkeit, die finanziellen Verflechtungen und die Rolle einflussreicher Personen im Umfeld Epsteins vollständig aufzuklären.
