Saalekreis, 08 Juni 2026
Beim ersten Wahlgang der Landratswahl im sachsen-anhaltischen Saalekreis hat AfD-Kandidat Uwe Arendt laut vorläufigem Ergebnis 43,3 Prozent der Stimmen erhalten, verfehlte damit jedoch die für eine Direktwahl nötige Mehrheit, sodass am 28. Juni eine Stichwahl gegen den Zweitplatzierten Sven Czekalla (CDU) ansteht.
Wahlergebnis im Überblick
Im Saalekreis sind nach Angaben der Kreisverwaltung 153.450 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl des Landrats aufgerufen gewesen, von denen 49,3 Prozent ihre Stimme abgaben. Insgesamt 201 Wahlbezirke waren für die Abstimmung eingerichtet, ausgezählt wurden 75.018 gültige Stimmen. Der Kreis hat rund 182.500 Einwohnerinnen und Einwohner.
Nach dem vorläufigen Ergebnis erreichte Uwe Arendt 43,3 Prozent, der CDU-Kandidat Sven Czekalla kam auf 36,6 Prozent. Der unabhängige Bewerber Lars Zaruba erhielt 6,9 Prozent, die Linke-Kandidatin Kerstin Eisenreich 13,2 Prozent. Keiner der vier Bewerber erreichte damit die für eine Direktwahl erforderliche Mehrheit, sodass die Entscheidung in einer Stichwahl fallen muss.
Kandidat Arendt unter Druck
Arendt ist 59 Jahre alt und arbeitet als Kriminalhauptkommissar. Sollte er die Stichwahl für sich entscheiden, wäre er nach Angaben der Kreisverwaltung der erste AfD-Politiker, der in Sachsen-Anhalt das Amt eines Landrats übernimmt. Gegen ihn läuft nach Bestätigung der Polizei ein Disziplinarverfahren; die Polizeiinspektion Halle führt das Verfahren, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
