Das Landgericht Itzehoe hat die Eltern eines vier Monate alten Säuglings, der im September 2025 in Brunsbüttel an den Folgen massiver Vernachlässigung starb, am Dienstag zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.

Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, sah es als erwiesen an, dass die zum Tatzeitpunkt 24 Jahre alten Angeklagten ihr Baby in der Wohnung in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) so sehr vernachlässigten, dass es am 26. September 2025 verhungerte. Der Vorsitzende Richter Johann Lohmann sagte in seiner Urteilsbegründung, der Fall lasse einen "fassungslos zurück". Das Gericht wertete die Vernachlässigung als Mord in Tateinheit mit schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen. Wegen des Hungertods ihres vier Monate alten Säuglings im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel sind die Eltern zu lebenslanger Haft verurteilt worden.