Zürich, 10 August 2026

Mehrere kontinentale Fußballverbände haben FIFA-Präsident Gianni Infantino in einem gemeinsamen Brief Täuschung vorgeworfen und scharfe Kritik am Umgang mit den gescheiterten Investorenplänen für die Fußball-Weltmeisterschaft geübt.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, haben Vertreter kontinentaler Verbände einen gemeinsamen Brief an die FIFA-Spitze gerichtet, in dem sie dem Weltverband und dessen Präsidenten mangelnde Aufklärung und fehlende Einsicht vorwerfen. Der Ton des Schreibens ist ungewöhnlich scharf für die sonst auf diplomatischem Ausgleich bedachte Fußballpolitik.

Zentraler Vorwurf ist, dass die FIFA den Vorschlag, eine Beteiligung an der Fußball-Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, nicht grundsätzlich aufgearbeitet habe. Die Verbände sehen darin kein bloßes Versehen, sondern einen Vertrauensbruch. In dem Brief heißt es wörtlich: "Es wurde nicht anerkannt, dass der Vorschlag an sich grundlegend falsch war. Nach wie vor fehlt jede Einsicht, dass der Versuch, eine Beteiligung an der FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein gravierendes Fehlurteil war - nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber genau den Institutionen, denen die FIFA zu dienen verpflichtet ist."