Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im April deutlich verschlechtert, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Der Index fiel um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte, was Analysten als weiteren Stimmungsdämpfer werten.
Rückgang des Ifo-Index
Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im April auf 84,4 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 86,3 Punkten gelegen hatte. Analysten hatten zwar einen erneuten Rückgang erwartet, waren jedoch im Schnitt nur von einem Absinken auf 85,7 Punkte ausgegangen. Die aktuelle Entwicklung übertrifft somit die pessimistischen Prognosen.
«Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin», kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen. Die Unsicherheit durch den anhaltenden Iran-Konflikt und die damit verbundenen Risiken für die globalen Lieferketten belasten die Stimmung der Unternehmen spürbar.
Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum
Das Wachstum der deutschen Wirtschaft könnte in diesem Jahr um beträchtliche 0,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen, selbst wenn die Straße von Hormus nach drei Monaten Blockade Ende Mai wieder geöffnet werden sollte. «Für dieses Szenario rechnen wir nur mit einem Wachstum von 0,6 Prozent», erklärte das Ifo-Institut.
Bereinigt um die ungewöhnlich hohe Zahl von Arbeitstagen entspricht dies einem mageren Plus von 0,3 Prozent. Die wirtschaftliche Erholung bleibt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück.

